Birnen, Bohnen und Speck mit Schinkenfond
Heute hatte ich hohen Besuch in der Küche: Stefan von Kochen im Tal. Und mit ihm koche ich endlich mal richtig norddeutsch. Birnen, Bohnen und Speck.
Bei meiner Oma ging es dabei ums Sattwerden. Der Speck wird zuerst gekocht, so bekommst du einen wunderbaren Schinkenfond, und darin kocht nachher alles gar. Super einfache Küche.
Zutaten für 4 Portionen
- ⅓ Seite geräucherter Bauchspeck, ohne Schwarte
- 1 Zwiebel, gespickt mit Lorbeer und Nelken
- 2 Lorbeerblätter
- 2 Gewürznelken
- 500 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
- 1 Bund Möhren
- 500 g frische Buschbohnen
- 1 Bund frisches Bohnenkraut
- 15 kleine, harte Kochbirnen
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
Schritt 1: Zwiebel spicken
Die Zwiebel mit den Nelken spicken. Das Lorbeerblatt kannst du nicht einfach hineinstecken, also die Zwiebel leicht einschneiden, so dass das Blatt zur Hälfte darin verschwindet.
Schritt 2: Speck kochen
Den Speck ohne Schwarte mit der gespickten Zwiebel ins Wasser geben. Bitte nicht extra salzen, du weißt nie, wie salzig der Speck ist. Leicht sprudelnd, nicht wallend kochen lassen, maximal eine Stunde.
Schritt 3: Gemüse vorbereiten
Die Bohnen putzen und brechen. Die Kartoffeln waschen, schälen, noch einmal waschen und grob würfeln. Bis zum Einsatz in klarem Wasser bereithalten. Die Möhren schälen und in grobe Stifte schneiden. Bohnen und Birnen nur waschen.
Schritt 4: Speck herausnehmen
Ist der Speck gar, nimmst du ihn heraus und hältst ihn unter einem warmen, feuchten Tuch warm. Wenn er etwas steht, wird er fester und lässt sich leichter schneiden.
Schritt 5: Gemüse nacheinander garen
Zuerst die Kartoffeln in den Fond geben. Nach etwa 5 Minuten die Möhren dazu und 3 bis 4 Minuten mitkochen.
Schritt 6: Bohnen und Birnen dazu
Die Bohnen und das gehackte Bohnenkraut unterrühren. Die Birnen im Ganzen nebeneinander obendrauf setzen. Jetzt ist der Moment für einen Deckel, damit die Birnen gleichmäßig durchgaren, etwa eine Viertelstunde.
Schritt 7: Abschmecken und anrichten
Die weichen Birnen herausnehmen, den Eintopf zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken und auffüllen. Speck in Scheiben und die Birnen dazu, und noch etwas vom Kochfond darüber, damit alles schön saftig bleibt.
Tipp: Die Speckschwarte nicht wegwerfen. Einfrieren und für die nächste Jus oder Erbsensuppe nehmen. Und wie jeder Eintopf schmeckt auch dieser am nächsten Tag besser, dann haben die Kartoffeln auch richtig gebunden.
Hieß das bei euch Bohnen brechen oder Bohnen zupfen? Schreib es mir unten in die Kommentare.




