Himmel un Ääd mit Blutwurst – Omas rheinischer Klassiker
Bei uns dreht sich alles um Großmutters Rezepte, und heute geht es ins Rheinland. Es gibt Himmel und Erde, oder wie man in Köln sagt: Himmel un Ääd. Die Äpfel wachsen oben am Baum, die Kartoffeln unten in der Erde. Dazu eine schöne feste Blutwurst und gebratene Zwiebeln.
Für die Zwiebeln habe ich eine Geheimzutat. Die stammt von meiner Oma, die hat sie an meinen Vater weitergegeben, der an mich. Und ich hoffe, mein Sohn drüben in Kanada macht das genauso.
Verraten wird sie trotzdem. Weiter unten.
Zutaten für 2 Personen
Für das Kartoffelpüree
- 500 g mehligkochende Kartoffeln
- Salz
- 150 ml Milch
- 30 g Butter
- etwas frisch geriebene Muskatnuss
Für das Apfelmus
- 2 Äpfel, Sorte Fräulein
- ½ Glas Wasser
- bei sauren Äpfeln etwas Zucker
Für Zwiebeln und Blutwurst
- 1 große Gemüsezwiebel
- 400 g feste Blutwurst
- etwas Mehl
- Salz und Pfeffer
- ein paar Spritzer Maggi
- etwas Öl zum Braten
Zubereitung
Schritt 1: Kartoffeln aufsetzen
Die Kartoffeln schälen, waschen und in Salzwasser aufsetzen. Erst mal ganz normale Salzkartoffeln kochen, daraus wird später das Püree.
Schritt 2: Apfelmus ansetzen
Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit einem halben Glas Wasser in einen Topf geben, damit sie nicht rösten, sondern zerkochen. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze einfach zerkochen lassen. Sind deine Äpfel sehr sauer, gib noch etwas Zucker dazu.
Schritt 3: Zwiebeln anbraten
Die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. In einer beschichteten Pfanne anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Salz zieht Wasser, so werden die Zwiebeln nicht gleich braun, sondern schmurgeln im eigenen Saft. Glasig braten, bis sie ganz leicht Farbe bekommen.
Schritt 4: Milch erwärmen
Die Milch mit der Butter und etwas Muskat in einem kleinen Topf warm werden lassen. So kann sich die Muskatnuss schon entfalten, und die warme Milch kühlt dein Püree nachher nicht aus.
Schritt 5: Omas Geheimzutat
Die Zwiebeln mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann ein paar kräftige Spritzer Maggi dazu. Jetzt duften sie, und so mag ich sie am liebsten. Die Zwiebeln kurz aus der Pfanne nehmen, die werden so schnell nicht kalt.
Schritt 6: Blutwurst braten
Die Blutwurst in etwas längliche Scheiben schneiden und kurz in Mehl wenden, damit sie eine schöne Farbe bekommt. In der Pfanne von beiden Seiten kurz anbraten. Sie muss nur warm werden und ein paar Röststoffe bekommen. Nach dem Wenden kannst du die Pfanne schon ausschalten, die Resthitze reicht. Die Wurst an die Seite schieben und die Zwiebeln daneben wieder warm werden lassen.
Schritt 7: Kartoffelpüree stampfen
Die Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Stampfen, die warme Milch dazugeben, einmal durchrühren und fertig. Nicht zu viel rühren, sonst wird das Püree zäh und kleisterig, würde meine Oma sagen. Ein paar größere Stücke dürfen ruhig drinbleiben. Dann weiß jeder, das hast du selbst gemacht.
Schritt 8: Anrichten
Das Püree auf einen vorgewärmten Teller geben, das Apfelmus an die Seite. Die Zwiebeln darauf verteilen und die gebratene Blutwurst obendrauf setzen. Gäste an den Tisch rufen und guten Appetit.
Tipp: Feste Blutwurst ist hier das A und O. Eine weiche Aufschnittwurst kann dir in der Pfanne komplett wegschmelzen. Wenn du dir nicht sicher bist, frag einfach an der Fleischtheke nach. Und die Muskatnuss reibst du am besten frisch, meine ganzen Muskatnüsse gibt es im Shop.
Wie esst ihr Himmel un Ääd, mit Blutwurst, Leberwurst oder ganz anders? Schreib es mir unten in die Kommentare.



